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VEREINSHISTORIE

bis 1990

Die Gründung des Blasmusikvereins 1924 in Sachsendorf war ein bedeutender Höhepunkt in der kulturellen Entwicklung des oberen Werratals. Bauern und Arbeiter fanden sich unter Anleitung des Lehrers "Roßlau" zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Die ersten Mitglieder waren:

Gustav Bock (Dirigent), Gustav Kleinteich, Ernst Meißner, Hugo Angermann, Hugo Spießbauch und Vater, Karl Kirchner, Oskar Morgenroth, Walter Sühlfleisch, Ernst Kirchner und Arno Kirchner. Mit viel Fleiß und persönlichen Engagement entwickelte sich eine Blasmusik, die alle Wirren der damaligen Zeit überstand und bildete die Grundlage für das Musizieren nach dem 1. Weltkrieg. Gustav Bock führte nach dem Krieg die Blaskapelle, es ging um das nackte Überleben. Seine Geige und Klarinette verstummten nicht und bald fanden junge Menschen den Weg zur Blasmusik.

 

Hugo Spießbauch, zu jener Zeit ein gestandener Musiker (Geige, Streichbaß, Tenorhorn) übernahm 1950 die Blasmusik. Fortan entwickelte sich ein neues Blasorchester. Mit viel Liebe und Geduld wurden junge Menschen ausgebildet. Eine ständige Probearbeit führte zur Entwicklung eines guten Klangkörpers, der in unserem Kreis hohe Anerkennung fand. Im Rahmen des Feriendienstes der Gewerkschaften (FDGB) wurden über Jahre hinweg viele Heimatabende bzw. Heimatfeste gestaltet.

Aus Altersgründen übergab Hugo Spießbauch 1972 die Leitung der Blaskapelle in die Obhut von Wolfgang Edelmann. Seit 1947 ist er aktives Mitglied (Horn, Flügelhorn) und qualifizierte sich von 1972 bis 1975 zum "staatlich anerkannten Blaskapellenleiter".

Gemeinsam mit einem sehr aktiven Vorstand wurde ein neues Gesicht der Blasmusik geschaffen. Die verdienstvollen Musikanten sind: Wolfgang Thiemich, Detlef Fritz, Heiko Koch, Günter Kreußel, Harry Lutz und Klaus Fritz.

Im Mittelpunkt der Arbeit stand die ständige Weiterentwicklung der Musikanten, Schaffung eines erweiterten Repertoires, eine einheitliche Kleidung und die von neuer elektronischer Technik in die Blasmusik. Zielstrebig wurde die Ausbildung junger Menschen mit sehr viel Erfolg fortgeführt. Die Konzerttätigkeit erhöhte sich enorm, sie führte über die Kreis- und Bezirksgrenzen hinaus nach Oberhof, Suhl, Unterweißbach, Meiningen, Erfurt und Bad Frankenhausen. Jährlich konnten etwa 50 Veranstaltungen bespielt werden.

 

Für die ständige Weiterentwicklung der Programmgestaltung sorgte die Musikantin Viola Fritz als Sängerin und Moderatorin. Die Blasmusik erarbeitete sich einen hohen Stellenwert im kulturellen Bereich des Kreises und des Bezirkes und erhielt hierfür auch mehrere öffentliche Auszeichnungen.

 

nach 1990

Mit der Grenzöffnung entstanden neue Beziehungen und Freund-schaften zu Blasmusikanten im Coburger Raum, Lisberg, Bamberg und Buchbach. 1991 konstituierte sich die Blasmusik zum eingetragen Verein, unter dem Namen "Werrataler Musikanten" e.V.. Unter diesem Namen erlangte der Verein einen hohen Bekanntheits- grad in den alten Bundesländern bis hin nach Spanien und Amerika. Die Konzertreisen unsers Orchesters führten uns unter anderem nach Calella / Barcelona. Im Rahmen der vorolympischen Spiele 1992 haben wir dort mit weiteren Kapellen musiziert.

Unvergesslich bleiben die Mitwirkung am Rosenmontagsumzug 1992/93 in Köln, sowie der Auftritt im Franken-stadion Nürnberg vor 30.000 Fans beim Eröffnungsspiel des Clubs gegen Bayer Leverkusen. Einmalige Freundschaften entstanden mit der FFW Kirchtimke/Bremen. Mehrmalig haben wir zum "Buschfest" in Kirchtimke musiziert und viele Freunde für die Blasmusik gewonnen.Unvergesslich bleibt die USA-Tournee vom 09.07. - 24.07.1993. In Vorbereitung dieser Konzertreise produzierten die Werrataler Musikanten eine Musikkassette unter dem Titel "Auf geht's Musikanten!". Der Titelsong stammt aus der Feder von Günther Christ (Musiklehrer, Mitwirkender im Herbert Roth Ensemble Suhl). Die Werrataler selbst sind mit der Eigenkomposition "Werratal Polka" vertreten. Die übrigen Titel entstammten dem Repertoire bekannter thüringischer und böhmischer Blasmusik. Zu hören ist das verdiente Gesangsduo Viola Fritz und Hartmuth Thiemich.

Zweifelsohne war die Reise der Sachsenbrunner Blasmusik durch die USA das herausragenste Ereignis während ihrer jahrzehntelangen Geschichte. Ein aus mehreren Volkskunstgruppen zusammengestelltes Ensemble zog durch den mittleren Westen, durch 5 Bundesstaaten, hin zum nördlichsten Punkt der USA. Das Tournee-Ensemble setzte sich zusammen aus den Werrataler Musikanten (künstlerische Leitung: Steffen Bodtke), der Volkstanzgruppe Wallraps (Leitung: Ute Umbreit) und dem Stubenmusikantenehepaar Höhlein Sachsenbrunn. Die insgesamt 7 Veranstaltungen wurden allgemein zum unvergesslichen Erlebnis für Zuhörer und Musikanten, waren Lohn für die unermüdliche aktive Mitwirkung der Darbietenden über viele Jahre hinweg und werden noch lange ihr Kraftquell für zukünftige Aufgaben sein.

 

1994 übergab Wolfgang Edelmann an jüngere Musikanten den Dirigentenstab. Er wurde aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Blasmusikvereins für seine langjährige verdienstvolle Arbeit in der Leitung des Orchesters und in der ständigen Ausbildung von Schülern mit der "Verdienstmedaille in Gold" des deutschen Blasmusikverbandes ausgezeichnet. Die künstlerische Leitung für ein Jahr übernahm Steffen Bodtke ( bisher 1. Flügelhorn). Seit 1995 werden die Werrataler Musikanten von Detlef Fritz künstlerisch angeleitet. Bisher war er als 1. Tenor- bläser tätig und qualifizierte sich 1995 zum "Künstlerischen Leiter für Chor und " Detlef Fritz ist seit über 20 Jahren aktives Vorstandsmitglied. Unter seiner Leitung wird das Orchester zur ständigen Qualifizierung und zu hohen Leistungen geführt. Ein breites Feld nimmt die zielgerichtete Weiterentwicklung der Musikanten ein. Es qualifizierten sich zum "Künstlerischen Leiter für Chor und Instrumentalgruppen":

Detlef und Viola Fritz, Steffen Bodtke, Hartmuth Thiemich, Melanie Heß sowie David Watzek

Ein weiterer zentraler Punkt im Vereinsleben ist die Ausbildung junger Musiker. So gelang es, unter der Leitung von Wolfgang Edelmann eine Gruppe von Nachwuchsmusikanten zu formen, die in den Jahren von 1993 bis 1997 zu hohen Leistungen und Anerkennungen gelangte. Zweifelsohne ist der Sieg im Herbert-Roth-Wettbewerb 1996 und der daraus erfolgte Fernsehauftritt im Dezember 1996 ein einmaliger und bemerkenswerter Erfolg der jungen Werrataler Musikanten.

Der künstlerische Leiter der Werrataler Musikanten Detlef Fritz versteht es, das Orchester ständig für neue und interessante Aufgaben zu motivieren und einen Klangkörper zu erhalten und zu formen, der in seiner Zuhörerschar große Anerkennung und Wertschätzung erfährt.

 

Möge die weitere Tätigkeit der Werrataler Musikanten
mit Gesundheit, großen Erfolgen und stets einem guten Ton begleitet sein!

 
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WefA Eisfeld mit Henry Worm

Datum: Freitag, 20.09.2019

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