Werrataler Musikanten e.V. Sachsenbrunn
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Die Gründung des Blasmusikvereins 1924 in Sachsendorf war ein bedeutender Höhepunkt in der kulturellen Entwicklung des oberen Werratals. Bauern und Arbeiter fanden sich unter Anleitung des Lehrers "Roßlau" zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Die ersten Mitglieder waren:

Gustav Bock (Dirigent), Gustav Kleinteich, Ernst Meißner, Hugo Angermann, Hugo Spießbauch und Vater, Karl Kirchner, Oskar Morgenroth, Walter Sühlfleisch, Ernst Kirchner und Arno Kirchner.

Mit viel Fleiß und persönlichen Engagement entwickelte sich eine Blasmusik, die alle Wirren der damaligen Zeit überstand und bildete die Grundlage für das Musizieren nach dem 1. Weltkrieg. Gustav Bock führte nach dem Krieg die Blaskapelle, es ging um das nackte Überleben. Seine Geige und Klarinette verstummten nicht und bald fanden junge Menschen den Weg zur Blasmusik. Hugo Spießbauch, zu jener Zeit ein gestandener Musiker (Geige, Streichbaß, Tenorhorn) übernahm 1950 die Blasmusik. Fortan entwickelte sich ein neues Blasorchester. Mit viel Liebe und Geduld wurden junge Menschen ausgebildet. Eine ständige Probearbeit führte zur Entwicklung eines guten Klangkörpers, der in unserem Kreis hohe Anerkennung fand. Im Rahmen des Feriendienstes der Gewerkschaften (FDGB) wurden über Jahre hinweg viele Heimatabende bzw. Heimatfeste gestaltet.

Aus Altersgründen übergab Hugo Spießbauch 1972 die Leitung der Blaskapelle in die Obhut von Wolfgang Edelmann. Seit 1947 ist er aktives Mitglied (Horn, Flügelhorn) und qualifizierte sich von 1972 bis 1975 zum "staatlich anerkannten Blaskapellenleiter".

Gemeinsam mit einem sehr aktiven Vorstand wurde ein neues Gesicht der Blasmusik geschaffen. Die verdienstvollen Musikanten sind:

Wolfgang Thiemich, Detlef Fritz, Heiko Koch, Günter Kreußel, Harry Lutz und Klaus Fritz

Im Mittelpunkt der Arbeit stand die ständige Weiterentwicklung der Musikanten, Schaffung eines erweiterten Repertoires, eine einheitliche Kleidung und die von neuer elektronischer Technik in die Blasmusik. Zielstrebig wurde die Ausbildung junger Menschen mit sehr viel Erfolg fortgeführt. Die Konzerttätigkeit erhöhte sich enorm, sie führte über die Kreis- und Bezirksgrenzen hinaus nach Oberhof, Suhl, Unterweißbach, Meiningen, Erfurt und Bad Frankenhausen. Jährlich konnten etwa 50 Veranstaltungen bespielt werden.

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